Mariella, du bist gerade erst aus dem Urlaub zurückgekommen. Wie wichtig sind solche Momente für dich und wo ging es hin?
Meine Familie und ich waren in Österreich in den Bergen, ein bisschen wandern und einfach mal abschalten.
Dein Alltag ist stark vom Tennis geprägt. Wie sieht dein Training aktuell aus, und mit wem arbeitest du dabei?
Ich trainiere eigentlich jeden Tag. Morgens sind es meistens zweieinhalb bis drei Stunden Tennis, nachmittags mache ich Fitness und danach nochmal Tennis für ein bis zwei Stunden. Mein Trainer ist Robert Orlik. Manchmal trainiere ich auch mit anderen Partnern, aber immer unter seiner Leitung. Das ist schon sehr intensiv, aber genau das braucht es auf dem Level.
Die Ergebnisse geben dir recht: Du hast bisher eine starke Saison gespielt. Was ist für dich der entscheidende Faktor hinter diesem Erfolg?
Ich glaube wirklich, dass es vor allem die harte Arbeit ist. Ich trainiere konsequent jeden Tag und versuche, mich in allen Bereichen zu verbessern. Natürlich spielen auch Erfahrung und Selbstvertrauen eine Rolle, aber die Grundlage ist das tägliche Training.
Die besten Ergebnisse hast du auf Sand erzielt. Fühlst du dich auf dem Belag am wohlsten?
Outdoor ist Sand ganz klar mein Lieblingsbelag, da fühle ich mich einfach am sichersten. Indoor spiele ich gerne auf Hardcourt, aber draußen liegt mir das nicht so. Das habe ich auch in Australien gemerkt. Da war es schwieriger für mich.
Du kommst aus einer sehr sportlichen Familie. Dein Vater war Fußballprofi, die Tennisbegeisterung kommt von deiner Mutter. Welche Rolle spielt dieses Umfeld für deine Entwicklung?
Eine riesige. Meine Familie unterstützt mich total. Ohne sie wäre das alles gar nicht möglich. Meine Mutter reist fast immer mit mir, mein Vater organisiert viel im Hintergrund, und mein Bruder kümmert sich um unseren Hund, wenn meine Mutter und ich auf Reisen sind.
Spielt dein Bruder auch Tennis?
Ja, mein Bruder hat früher auch viel Tennis gespielt. Inzwischen hat er Abitur gemacht und möchte Medizin studieren, deshalb bleibt ihm nicht mehr so viel Zeit für den Sport. Trotzdem trainiere ich hin und wieder noch mit ihm.
Ist er noch ein ernsthafter Gegner für dich?
Auf jeden Fall. Er ist groß und hat einen sehr starken Aufschlag, deshalb ist er ein richtig guter Trainingspartner. Aber ich glaube, inzwischen gewinne ich meistens, weil ihm etwas die Matchpraxis fehlt.