Zwischen Tradition und Aufbruch in Heidelberg

In Heidelberg ist der Aufstieg in die 1. Tennis-Bundesliga der Damen das Ergebnis einer vierjährigen Erfolgsgeschichte. „Das hat eine Eigendynamik entwickelt“, beschreibt die Geschäftsfüherin und Sportwartin Myriam Kende den Weg von der Landesliga bis in die Bundesliga. Der Heidelberger TC hat vier Aufstiege in Serie hinter sich. „Das war nicht unbedingt so geplant. Am Anfang wollten wir erst einmal schauen, wie es läuft, haben dann aber schnell gemerkt, dass wir in der 2. Tennis-Bundesliga mithalten können, und sind schließlich aufgestiegen“, so Kende.

Dabei knüpft der Club bewusst an seine erfolgreiche Vergangenheit an. In den 1990er-Jahren gehörte Heidelberg zu den prägenden Teams im deutschen Damentennis, holte mehrfach den Titel und hatte mit Graf und Huber herausragende Spielerinnen in seinen Reihen. Nach einer längeren Phase des Umbruchs ist die Rückkehr in die Bundesliga nun auch emotional aufgeladen. „Der Verein ist wirklich happy“, sagt Kende. „Man spürt die Euphorie im ganzen Verein.“

Sportlich hat sich der Verein, auch aufgrund der erfolgreichen Vergangenheit im Damentennis, für eine gezielte Förderung des Leistungssports der Damen entschieden. „Als wieder Geld in den Sport und nicht nur in die Infrastruktur investiert wurde, war klar, dass wir uns auf die Damen konzentrieren“, so Kende auch weil man mit den TK Grün-WeissMannheim schon einen Bundesligisten der Herren in unmittelbarer Nähe hat.

 

DTB-Damen als Schlüsselspielerinnen

Bei der Kaderplanung verfolgt der HTC eine klare Strategie: Junge deutsche Spielerinnen wie Julia Stusek oder Mariella Thamm sollen gezielt gefördert werden, um entscheidende Partien für den Verein zu gewinnen. Gleichzeitig ist Erfahrung von Laura Siegemund oder der Tschechin Tereza Valentova nötig, um in der Liga zu bestehen. Ihr Einsatz hängt allerdings von ihrem internationalen Turnierkalender ab. „Diese Unwägbarkeiten sind Teil des Systems Bundesliga”, sagt Kende. „Wer tatsächlich auf dem Platz steht, entscheidet sich oft kurzfristig.”

 

Nicht nur der Klassenerhalt ist das Ziel

Kende formuliert das Ziel der Saison bewusst vorsichtig. Der Klassenerhalt stehe im Fokus, wobei auch der wirtschaftliche Aspekt immer miteinzubeziehen sei. „Das Ganze kostet den Verein viel Geld“, betont Kende. Reisen, Organisation, Infrastruktur – die Bundesliga bringt zwar Aufmerksamkeit, aber auch Verpflichtungen mit sich. Entsprechend setzte man auf Nachhaltigkeit statt auf kurzfristige Effekte.

Zum Saisonauftakt am 1. Mai geht es für die ersten Damen des Heidelberger TC nach Hamburg zum Der Club an der Alster. Hier erwartet sie gleich am ersten Spieltag mit einem erfahrenen Bundesligisten ein erster echter Test.

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