"Wir haben unsere Mannschaft deutlich verjüngt, weil wir ein Team zusammenstellen wollten, das möglichst über mehrere Jahre zusammen agiert. So wollen wir mehr Konstanz in die Mannschaft bekommen und die Identifikation mit uns als Verein stärken", erklärt Trainer Bastian Knittel.
Gleich die ersten drei Spiele der Saison werden für seine 20-köpfige Mannschaft eine Mammutaufgabe: Am 1. Mai geht es zum Titelverteidiger nach Aachen, am Sonntag zum Vorjahresvierten nach Hamburg und zum ersten Heimspiel am 10. Mai erwartet Blasewitz den Vizemeister Bredeney Essen. "Das Startprogramm haben wir uns anders gewünscht, da sind wir erst einmal klar der Underdog, aber die Underdogs sind ja oft auch gefährlich", sagt Bastian Knittel, dessen Handy vor dem Saisonstart kaum mehr still steht. "Wie immer ist die Zusammenstellung des Teams für die Spieltage eine absolute Herausforderung, weil wir immer auf die Turniere Rücksicht nehmen müssen, bei denen unsere Spielerinnen gerade auf der Tour aktiv sind und wie weit sie da jeweils kommen. Da passiert es nicht selten, dass wir einen Tag vor Matchbeginn nochmal umdisponieren müssen."
Bereits seit Montag in Dresden ist Neuzugang Victoria Rodriguez aus Mexiko, die sich auf der Anlage im Waldpark gemeinsam mit Stammspielerin Lara Schmidt auf das Wochenende vorbereitet. "Genau das wollen wir erreichen, dass die Spielerinnen möglichst auch schon eher anreisen, dass unser Nachwuchs sie hier vor Ort trainieren sieht und sich auch die Mädels im Team schon vor den Matchtagen besser kennenlernen", sagt der 42-Jährige.
Dass Blasewitz trotz erheblicher finanzieller Anstrengungen weiterhin als einzige Mannschaft aus den ostdeutschen Bundesländern in der 1. Liga antritt, erklärt Clubmanager Thomas Völker vor allem mit ideelen Gründen. "Wir wollen weiterhin hochklassiges Tennis hier in der Region präsentieren. Es gibt sonst keinen Verein, der das leisten kann. Dresden ist sonst auf der Tennislandkarte nicht präsent. Wir machen das vor allem für die Stadt und um dem Umfeld und unserem Nachwuchs zu zeigen: Wir hier in Dresden können mit den Top-Tennisvereinen in Deutschland mithalten."
Das neue Konzept kommt auch bei den Sponsoren gut an. "Wir konnten den Etat für das Team in etwa auf dem Niveau des Vorjahres halten, weil wir auch neue Unterstützer gewinnen konnten. Die Bundesliga ist dabei enorm wichtig, um Firmen überhaupt erst einmal auf unseren Verein aufmerksam zu machen", sagt der stellvertrende Vorsitzende des Vereins, Thomas Steudel.