Wimbledon, das legendäre Tennisturnier versprüht mehr denn je diese elegante und exklusive Atmosphäre. In den Genuss, genau das zu erleben, kam WTV-Talent Eva Bennemann in dieser Woche. Nach ihren Auftritten bei den Australian Open, ihrem sensationellen Sieg im Doppel bei den French Open, stand nun ihr Debüt an der Church Road im Süden Londons auf dem Programm. Rein sportlich hätte es etwas mehr Fortune sein dürfen. Dennoch überwiegt bei der Juniorin der Stolz über die nächste wertvolle Erfahrung.

Im Einzel wartete in Runde 1 mit Laima Vladson (Weltrangliste 21) direkt ein schweres Los. Die Litauerin war eine der ersten nicht gesetzten Spielerinnen. Für Bennemann, in der Weltrangliste aktuell auf Position 27 notiert, dennoch ein Duell auf Augenhöhe, welches sie lange offen gestalten konnte. Beim Stand von 3:2 im 3. Satz zog ihre Gegnerin jedoch uneinholbar davon – 3:6, 6:3, 2:6.

Im Anschluss wartete für die amtierende French Open-Siegerin im Doppel an der Seite von Sonja Zhenikhova eine vermeintlich leichtere Aufgabe. Gegen die kroatisch-schwedische Kombination Dora Miskovic/Lea Nilsson war das deutsche Doppel favorisiert, zog aber nach gewonnenem erstem Satz im Matchtiebreak doch ganz knapp den Kürzeren 7:6, 4:6, 6:10. Das Glück, welches ihnen in Paris noch hold war, hatten sie in London nun nicht auf ihrer Seite. Nach der ersten Enttäuschung überwog aber die Freude über die Erfahrungen an diesem speziellen Ort und die andauernde Erkenntnis, mit den besten der Welt mithalten zu können.

Nach ihrer Abreise aus London steht nun die rote Asche wieder im Fokus. In den nächsten Wochen ist Eva u.a. bei den Weltranglistenturnieren in Darmstadt, Horb und Hechingen im Einsatz. Sollte sie Ende August auch bei den US Open in New York antreten, würde die 17-jährige Abiturientin ihren ganz persönlichen Grand Slam im Jahr 2025 komplettieren. Eine Leistung, die schon lange keine Juniorin mehr aus dem WTV hingelegt hat. 

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