Gemeinsam mit Doppelpartnerin Sonja Zhenikhova gewinnt die 17-Jährige Eva Bennemann (TC Deuten) sensationell den Juniorinnen-Doppel-Titel bei den French Open. Im Finale bezwingen die beiden das tschechische Schwestern-Duo Jana und Alena Kovackova in einem dramatischen Match mit 4:6, 6:4, 10:8.

Im Einzel erwischte Bennemann ein hartes Auftaktlos: Die Japanerin Reina Goto, aktuelle Nummer 39 der Juniorinnen-Weltrangliste und Evas frühere Doppelpartnerin bei den Australian Open, forderte der Westfälin in der ersten Runde alles ab. Nach drei hart umkämpften Durchgängen setzte sich Bennemann am Ende mit 6:2, 4:6, 7:6 durch und bewies dabei Nervenstärke in den entscheidenden Momenten.

In der zweiten Runde wartete mit Julieta Pareja die an Position 9 gesetzte Amerikanerin, aktuell Nummer 24 der Juniorinnen und bereits Nummer 319 der WTA-Rangliste bei den Damen. Trotz kämpferischer Leistung konnte Bennemann der hohen Qualität der Gegnerin nicht standhalten und musste sich mit 2:6, 3:6 geschlagen geben.

Doch im Doppel sollte es für Bennemann deutlich besser laufen und das trotz einer schweren Auslosung. Gegen das topgesetzte Duo Emerson Jones (AUS) und Hannah Klugman (GBR), das als Titelfavorit galt, gelang Bennemann/Zhenikhova eine echte Sensation. Mit 6:3, 3:6, 10:8 warfen sie die Nummer 1 des Turniers raus und starteten damit ihren goldenen Paris-Lauf.

Es folgten zwei souveräne Zweisatzsiege gegen Rositsa Dencheva (BUL) und Elizara Yaneva (BUL) sowie im Viertelfinale gegen das an Position 6 gesetzte tschechische Doppel Tereza Krejcova und Vendula Valdmannova. Im Halbfinale wartete mit Mia Pohankova (SVK) und Lilli Tagger (AUT) ein weiteres Topduo. Doch erneut zeigten Bennemann und Zhenikhova unglaublichen Kampfgeist und siegten mit 7:5, 7:6. Im heutigen Einzel-Finale konnte Tagger den Pokal der Juniorinnen gegen Hannah Klugman gewinnen.

Das Doppel-Finale entwickelte sich zum absoluten Krimi. Den ersten Satz verloren Eva und Sonja mit 4:6 und lagen im zweiten bereits 0:4 hinten. Trotz des Rückstands ließen sie sich nicht beirren und kamen mit voller Energie zurück, gewannen den Satz noch mit 6:4 und entschieden den dramatischen Matchtiebreak mit 10:8 für sich.

Eva Bennemann, die seit Jahren in der Talentschmiede des Westfälischen Tennis-Verbandes trainiert, investiert seit ihrer Kindheit Tag für Tag in ihre sportliche Entwicklung. Freizeit? Kaum vorhanden. Ihre Disziplin und ihr Durchhaltevermögen sind außergewöhnlich und zahlen sich nun aus. Im Ligabetrieb schlägt sie für den TC Deuten in der Regionalliga auf. Man darf sicher sein: Von Eva wird man noch einiges hören.

Historischer Erfolg auch bei den Junioren

Neben Bennemanns Doppelerfolg sorgte auch der Soester Max Schönhaus für Furore in Paris. Im rein deutschen Junioren-Grand-Slam-Finale musste er sich Landsmann Niels McDonald geschlagen geben.

„Wir sind sehr stolz, dass wir nach 11 Jahren wieder einen deutschen Grand-Slam-Sieger im Junioren-Einzel haben und gratulieren Niels zu diesem Titel. Gleichzeitig gratulieren wir auch Max zum Finaleinzug und einer herausragenden Leistung in Paris“, sagte DTB-Vorstand Veronika Rücker. „Ein rein deutsches Finale auf einem Grand-Slam-Turnier ist ein historischer Moment für den deutschen Tennissport. Max und Niels haben eindrucksvoll gezeigt, wie stark unser Nachwuchs aktuell aufgestellt ist – ein echtes Ausrufezeichen.“

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