Inge Stegnjajic ist eine echte Tennisliebhaberin und in der OWL-Tennisszene bestens bekannt. Die 75-Jährige aus Marienmünster betreut die Jugendteams des SV Bredenborn, gibt den Jüngsten noch die eine oder andere Trainerstunde und engagiert sich zudem als Staffelleiterin im WTV. Doch all das reicht ihr noch lange nicht. Auch selbst schwingt sie bei den Westfalenmeisterschaften und auf nationaler Ebene noch immer leidenschaftlich den Schläger. Wir haben uns mit ihr unterhalten:

Wie bist du zum Tennis gekommen?

Das war vor langer Zeit in Düsseldorf. Ich muss Anfang zwanzig gewesen sein. Zu dieser Zeit haben mich Björn Borg und später Steffi Graf begeistert. Stundenlang haben wir damals mit mehreren Leuten die Matches geschaut. Irgendwann wollte ich dann selbst auf dem Platz stehen – und habe in der Kreisliga angefangen.

Was bedeutet dir der Tennissport heute?

Puh, unglaublich viel. Tennis vereint so vieles. Ich mag dieses Kämpferische, dieses Sich-nicht-hängen-Lassen. Es geht immer weiter – und genau diese Devise hat mir schon in mancher Lebenslage geholfen. Dazu kommen natürlich die vielen (Tennis-)Reisen, auf denen ich mit Gleichgesinnten zusammen bin und Freundschaften pflege. Das Betreuen der Jugendteams hält mich in gewisser Weise jung. Und wenn ich selbst spiele, kann ich hervorragend abschalten. Ich freue mich riesig auf die Sommersaison mit den Damen des TC BW Halle. Leider spielen in OWL nicht mehr ganz so viele Damen in meinem Alter.

Was ist für dich das Besondere an den Westfalenmeisterschaften?

Irgendwie gehört das als Westfälin einfach dazu und man trifft immer nette Leute und Bekannte. Trotzdem habe ich mich lange nicht getraut, selbst mitzuspielen. Als ich dann gemerkt habe, dass die anderen auch nicht unbesiegbar sind und ich mal gewinne und mal verliere, hat sich alles irgendwie ergeben. Auf dem Weg zu meinen ersten Westfalenmeisterschaften, das müsste etwa 2008 gewesen sein, ist mir auf der Autobahn mit dem Auto ein Reifen geplatzt. Zum Glück ist nichts passiert. Ich konnte dann verspätet anreisen und habe trotzdem ein Match gewonnen, von dem ich nie gedacht hätte, dass ich das schaffen würde. Meinen ersten Titel habe ich später in Münster geholt. Meine Gegnerin kam aus der Gegend und hatte eine große Fangemeinde am Platz. Am Ende habe ich tatsächlich gewonnen. In Gelsenkirchen habe ich einmal bei einer Tennisfreundin übernachtet. Morgens sind wir noch auf eine Halde spazieren gegangen – und später im Match habe ich das ordentlich gemerkt (lacht). Das sind Geschichten von den Westfalenmeisterschaften, die mir bis heute in Erinnerung geblieben sind und auf die ich noch immer stolz bin.

Du bist bei vielen Menschen bekannt für deine Fotos von Turnieren in Deutschland, aber auch international. Wie kam es zu deiner Leidenschaft für Sportfotografie?

Bei der Neuen Westfälischen haben sie vor vielen Jahren jemanden für die Sportredaktion gesucht. Meine Söhne haben viel Tischtennis gespielt und im Tennis kannte ich mich ohnehin aus. Für den TuS Bad Driburg habe ich dann viel über die Tischtennis-Bundesliga berichtet und außerdem aus dem gesamten Kreis über Tennis geschrieben – rauf und runter. Ich schaue mir beim Tennis bis heute alles an: von den höchsten Ligen bis zur Kreisliga. Gerade über das Seniorentennis habe ich besonders viel berichtet.

Was steht für dich in diesem Jahr noch auf dem Programm?

Selbstverständlich die Westfalenmeisterschaften Anfang Juni in Gütersloh und natürlich die Deutschen Meisterschaften in Bad Neuenahr, bei denen ich selbst mitspiele. Riesig freue ich mich außerdem auf die Mallorca Open Anfang Oktober. Dort spielen über 1.000 Leute mit und die Stimmung ist einzigartig. Da werde ich natürlich auch wieder mit meiner Kamera unterwegs sein.

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