Ohne diesen Plänen vorgreifen zu wollen, deutete STB-Vorsitzender Dr. Joachim Meier bei der Siegerehrung am 20. September 2026 auf der Platzanlage des TC Rotenbühl z.B. eine Verlegung vom Ende einer langen und Kräfte zehrenden Turnierserie an den Beginn der Saison an. Unter dem Beifall der Finalistinnen und Finalisten sowie der Vertreterinnen und Vertreter des Verbandes bestätigte Harald Bruch, der aus Altersgründen aus seinem Amt scheidende Repräsentant der Spielbanken, die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger Ramzi Bronder.

 

Viel Lob gab es wieder für die erfahrene und bewährte Turnierleitung mit Magdalena und Horst Faisst. In Abstimmung mit den Spielerinnen und Spielern legten sie einige Altersklassen zusammen, um jeweils ein Achter-Feld an den Start schicken zu können. Bei den Damen entfielen mangels Teilnehmerinnen die Wettbewerbe der Altersklassen 30 und 40; die der AK 50 und 60 sowie 65 und 70 wurden jeweils kombiniert. Was in den Endspielen für besondere Spannung sorgte, fiel die Entscheidung doch jeweils erst im Match-Tiebreak.

 

In der Altersklasse 50/60 setzte sich nach einem lange offenen Spielverlauf die Vorjahrssiegerin der Kategorie 60, Claudia Faust-Helmer (Blau-Weiß Beckingen), durch. An Nr. 1 gesetzt traf sie im Finale überraschend auf Karin Hero (Rot-Weiß Lebach), die die Nummer 2, Elke Schott (Niederwürzbach) mit 6:2/6:2 bezwungen hatte. Die Herausforderung schien nach dem 6:3 im ersten Satz auf der Siegerstraße zu sein. Faust-Helmer konnte sich jedoch im 2. Satz steigern und erreichte mit 6:2 den Satzausgleich. Im entscheidenden Match-Tiebreak sorgte sie rasch für klare Verhältnisse. Doch Hero kam noch einmal ran. Zwar konnte sie den ersten Matchball beim Stande von 7:9 noch abwehren. Doch Faust-Helmer machte den nächsten Punkt und siegte somit 10:7.

 

Ähnlich spannend verlief das Finale der kombinierten Altersklasse 65/70 zwischen den beiden top gesetzten Spielerinnen Barbara Mohr (Blau-Weiß Dürkheim) und Birgit Schreiber (Fraulautern). Mohr machte im ersten Durchgang beim 6:0 kurzen Prozess. Doch dann entdeckte Schreiber ihren Kampfgeist, so dass der zweite Satz lange ausgeglichen war. Als sie das 7. Spiel zum 4:3 für sich entschied, gewann sie auch den Satz mit 6:3. Doch im Match-Tiebreak hatte sich Mohr wieder gefangen und siegte mit 10:3.

 

Im Herren-Einzel 30 standen sich wie erwartet die an 1 und 2 gesetzten Sascha Leibrock (Blau-Weiß Ottweiler) und John Trebing (Rot-Weiß Altenkessel). Obwohl Trebing mit seiner gepeitschten Vorhand einige spektakuläre Punkte gelangen, hatte er gegen den konstanter aufspielenden Leibrock keine Chance und verlor deutlich mit 1:6/0:6.

 

Auch die Altersklasse Herren 40 war eine klare Angelegenheit des späteren Siegers Ralf Adams (Ottweiler). Der Spielverlauf war beim 6:2/6:2 über Carsten Scholtes (Beckingen) jedoch längst nicht so deutlich, wie das Ergebnis ausdrückt. Nach seinem Sieg über die Nr. 2 Kai Alt (Lebach) wollte Scholtes seine Finalchance nutzen, kam aber gegen das druckvollere Spiel von Adams auf Dauer nicht an.

 

Auf seinem Weg ins Finale der Altersklasse 50 schaltete der spätere Sieger Volker Kies (Saarwellingen) den an Nr. 2 gesetzten Vorjahrssieger Marc Niederkirchner (Halberg Brebach) aus. Mit seinem glatten Endspielerfolg mit 6:0/6:2 gegen die Nr. 1 Berthold Bach (Rot-Weiß Brotdorf) hatte er zugleich über beide top gesetzten Spieler triumphiert.

 

In der Altersklasse 60 hatte die Nummer 2 Gerd Dais (Düppenweiler) erneut das Nachsehen. In der zweiten Runde scheiterte er an Achim Rech (Eppelborn/Dirmingen). Letzterer hatte jedoch beim 1:6/1:6 gegen Marc Freudenreich vom gastgebenden TC Rotenbühl keine Chance.

 

In der Altersklasse 65 standen sich die an 1 und 2 gesetzten Vereinskameraden Uwe Sprengart und Claus Steuer (beide Wallerfangen) im Finale gegenüber. Trotz engagierten Spiels musste Steuer Sprengart den Sieg mit 6:0/6:3 überlassen.

 

Auch in der Altersklasse 70 kam es zu einem Vereinsduell zweier top gesetzter Spieler. Mit Heimspiel-Charakter über den Dächern von Saarbrücken. Die beiden Rotenbühler lieferten sich in der Regel enge Matches. Doch diesmal machte Helmut Vogel mit 6:0/6:2 überraschend kurzen Prozess mit Peter Heimer. In dieser Konkurrenz hätte die Turnierleitung übrigens gleich zwei Wettbewerbe besetzen können.

 

Bei der abschließenden Siegerehrung bedankten sich die STB-Repräsentanten, Vorsitzender Dr. Meier und Geschäftsführer Jürgen Lässig, bei Michael Schramm, dem Vorsitzenden des TC Rotenbühl und seinem Team; bei der Turnierleitung, dem Ehepaar Faisst und nicht zuletzt bei Harald Bruch für seine langjährige engagierte Partnerschaft mit dem STB und die damit verbundene finanzielle Unterstützung seitens der Saarland Spielbanken. Ihm überreicht Meier eine besondere Ehrenplakette des Verbandes sowie ein Weingeschenk.

 

Nach einem sonnigen, hin und wieder windigen und dadurch bisweilen hinderlichen Verlauf der Endspiele oblag Horst Faisst nach der Übergabe der Finalpreise mit seiner Frau auf der Treppe des Clubheims das Schlusswort: „Jetzt darf es regnen.“ Was es dann auch bald darauf tat.

Saarbrücken, 20.09.26/rdg.

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