Der letzte Spieltag im Mai in der Westfalenliga war geprägt vom Regen. Fünf von sechs Partien – inklusive des Top-Spiels der Herren zwischen dem TC Steinhorst und dem TC GW Ahaus – mussten in der Halle gespielt werden. Für den siegreichen Tabellenführer aus Steinhorst wartet nun die nächste schwere Aufgabe. Einen Rekord gab es möglicherweise in der Partie Gütersloh gegen Steinhorst 2. Unser Bericht zum 4. Spieltag:
Damen
Zunächst aber zu den Damen. Und hier genügt ein Blick auf die Tabelle, um die Ausgeglichenheit in dieser Saison hervorzuheben. Sogar die Damen vom Tennispark Bielefeld – denkbar unglücklich mit drei knappen Niederlagen in die Saison gestartet – haben noch alle Möglichkeiten auf den Klassenerhalt. An diesem Spieltag waren jedoch die Gäste vom TC GW Herne das etwas glücklichere Team (6:3). Zwei Matchtiebreaks wanderten im Einzel an die Grün-Weißen zum vorentscheidenden 5:1-Zwischenstand. Dass die Moral und die Klasse bei den Bielefelderinnen stimmen, zeigten dann zwei Siege im Doppel. Herne hingegen grüßt nach zwei Erfolgen von der Spitze.
Das Generationen-Duell zwischen dem TC Eintracht Dortmund und dem TC HW Gladbeck entschieden die routinierten Dortmunderinnen mit 6:3 für sich. Allen voran Mannschaftsführerin Daniela Ciobanu und Joker Corina Scholten trugen mit Siegen im Einzel und Doppel maßgeblich zum zweiten Saisonsieg im dritten Spiel bei. Es war die einzige Partie, die an diesem Spieltag unter freiem Himmel stattfinden konnte.
Zum dritten Mal endete indes ein Spiel mit Beteiligung der Aufsteigerinnen des TC RW Hagen 5:4. Allerdings verließen die Rot-Weißen dieses Mal mit gesenktem Kopf die Halle des TC Herford. Eine 4:2-Führung nach den Einzeln reichte nicht zum dritten Sieg in Serie. Dabei war Top-Spielerin Fleur de Bresser direkt nach ihrem Ausscheiden in der Juniorinnen-Konkurrenz der French Open nach Herford gekommen, um ihr Team zu unterstützen.
Herren
Das mit Spannung erwartete Top-Spiel zwischen dem TC Steinhorst und dem TC GW Ahaus hielt, was es versprach. Die Ahauser Mikhail Minakov (Position 5) und Mattheo Knoop (Position 6) hielten die Gäste mit ihren Siegen im Matchtiebreak (jeweils 11:9) für die Doppel im Spiel. Zusätzliche Brisanz brachten dann in den Doppeln die von beiden Teams gewählten 7er-Aufstellungen. Filip Planisek und Lasse Rensing war es dann im 3. Doppel vorbehalten, für die Entscheidung zugunsten des TC Steinhorst zu sorgen. Der Tabellenführer ist nun alleiniger Spitzenreiter und hat mit dem Auswärtsspiel beim noch ungeschlagenen TC Herford bereits die nächste schwere Aufgabe vor der Brust.
Ein deutliches Ende nahm die Partie zwischen dem Bielefelder TTC und dem 1. TC Hiltrup (8:1). 6:0 stand es nach den Einzeln, in denen lediglich der Bielefelder Felix Werkis an Position 5 und Mark Otto an Position 6 in den Matchtiebreak mussten und diesen siegreich gestalteten. Die Doppel wurden nicht gespielt.
Nach einer 5:1-Führung nach den Einzeln des Gütersloher TC RW gegen den TC Steinhorst 2 wurden auch hier die Doppel nicht mehr gespielt. Dabei hätte es auch ganz anders aussehen können, denn Dinko Panzic, Robin Grit und Lars Hartmann rangen ihre Gegner erst im Matchtiebreak nieder. Für ein Kuriosum sorgten an Position 6 der Gütersloher Christopher Koderisch (41 Jahre) und sein Steinhorster Konkurrent Neil Patrick Smith (62). Mit insgesamt 103 Lebensjahren stellten sie möglicherweise eines der ältesten Einzel in der Geschichte der Westfalenliga der Herren, das am Ende der 42-jährige Jungspund Koderisch für sich entscheiden konnte.