Der letzte Spieltag in der Westfalenliga stand ganz im Zeichen des Endspiels um den Aufstieg bei den Damen zwischen dem TC Steinhorst und dem TC Eintracht Dortmund – mit einem überraschenden Ausgang. Bei den Herren schob sich die Zweitvertretung des TC Steinhorst noch auf den Nichtabstiegsplatz. Unser Bericht zum 7. Spieltag:
Damen
Wer hätte das gedacht? Nach der Niederlage gleich zu Beginn gegen Herne rechnete eigentlich niemand mehr mit dem Aufstieg des TC Eintracht Dortmund. Weil aber auch der TC Steinhorst früh in der Saison patzte, lief alles auf das Endspiel hinaus.
Die Damen des TC Steinhorst gingen mit ihrer besten Aufstellung der Saison ins Duell. Der Underdog aus Dortmund fühlte sich wohl in der Rolle, nicht unbedingt gewinnen zu müssen. Den entscheidenden Ausschlag gaben schlussendlich die Siege an den Positionen 1 bis 3 von Laima Vladson, Daniela Ciobanu und Jinte de Boer, die ihre Matches überraschend deutlich gestalten konnten. Ein weiterer Trumpf war der Sieg von Arina Gamretkaia an Position 6 im Matchtiebreak zum wichtigen 4:2-Zwischenstand. Als dann das Doppel Laima Vladson/Arina Gamretkaia den entscheidenden Punkt verbuchte, kannte die Freude keine Grenzen mehr. Sogar die eine oder andere Freudenträne wurde verdrückt. Den fairen Verliererinnen war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Möglicherweise werden sie im Sommer 2027 einen weiteren Anlauf nehmen.
Drama gab es auch im Kampf um den Klassenerhalt zwischen dem TC RW Hagen und dem TC GW Herne. Die Hagenerinnen, die mit zwei Siegen so gut in die Saison gestartet waren, mussten eine bittere 4:5-Heimniederlage und damit den Abstieg in die Verbandsliga hinnehmen. Dabei spielten die Nerven eine entscheidende Rolle. Maja Abraham (Position 2), Tuana Öztürk (Position 4) und Talia Wunnenberg (Position 6) verloren in der ersten Runde allesamt ihre Spiele im Matchtiebreak. Diese Hypothek war schlussendlich zu hoch. Zwar wanderten zwei Einzel und zwei Doppel noch auf die Seite der Hagenerinnen, doch am Ende stand die Niederlage und der damit verbundene Abstieg.
In einem Spiel, in dem es sportlich um nicht mehr viel ging, besiegte der TC Herford den Tennispark Bielefeld mit 8:1.
Herren
Eine Entscheidung stand noch aus, aber die hatte es in sich. Gesucht wurden die beiden Absteiger in die Verbandsliga. Dabei musste der 1. TC Hiltrup, der spielfrei hatte, tatenlos zusehen.
Bei der Partie zwischen dem Gütersloher TC RW und dem TC Herford lief tatsächlich alles für das Team aus Münster. Herford hatte die Rot-Weißen nach dem 5:1-Zwischenstand bereits in die Verbandsliga verabschiedet. Dann war da aber noch der TC Steinhorst II, der genau auf diesen Ausgang spekulierte und gegen den TC GW Ahaus seinerseits mit einem starken Team auflief. Am Ende gelang den Steinhorstern mit dem 6:3 gegen Ahaus doch noch der Sprung vorbei an Gütersloh und Hiltrup, weil sie alle Tiebreaks in den Einzeln (insgesamt fünf) gewannen. Im Doppel reichte dann ein weiterer Sieg zum Sprung auf den rettenden fünften Platz.
Keine Bedeutung für Auf- und Abstieg mehr hatte schließlich der Sieg des Bielefelder TTC gegen die erste Mannschaft des TC Steinhorst, die bereits als Aufsteiger feststand und es entsprechend ruhig angehen ließ.