Vom 16. bis 23. August 2026 wird auf der Anlage des TV Erwitte zum sechsten Mal internationales Damentennis gespielt. Das Turnier gehört zur ITF-Kategorie W35 und wird zugleich als Internationale Meisterschaften von Nordrhein-Westfalen ausgetragen. Seit Sonntag läuft die Qualifikation, an diesem Dienstag beginnt das Hauptfeld.
Für den westfälischen Tennissport ist diese Woche einer der wenigen Termine im Jahr, an denen internationale Konkurrenz und regionaler Nachwuchs auf derselben Anlage antreten. Das Feld ist entsprechend breit aufgestellt. Neben Spielerinnen aus dem deutschen und internationalen Bereich stehen mehrere Spielerinnen aus dem WTV im Haupt- und im Qualifikationsfeld. Mit Tessa Brockmann kehrt die Titelverteidigerin nach Erwitte zurück.
Eva Bennemann führt das Feld an
Für die Dortmunderin Eva Bennemann ist Erwitte in diesem Jahr ein Heimturnier mit veränderter Ausgangslage: Sie geht an Nummer eins gesetzt ins Turnier. Ihre Auftaktpartie bestreitet sie gegen Elza Tomase aus Lettland. Bennemann kennt die Anlage und weiß, was dort für sie möglich ist. 2025 erreichte sie in Erwitte das Viertelfinale.
Mit Leticia Solakov steht eine zweite westfälische Spielerin im Hauptfeld. Sie erhielt eine Wildcard und trifft in ihrer ersten Partie auf Tena Lukas aus Kroatien.
Bekannte deutsche Namen im Hauptfeld
Das Turnier freut sich auf die Rückkehr der Titelverteidigerin Tessa Brockmann, die erneut in Erwitte startet und zum Auftakt auf Arina Vasilescu trifft.
Direkt im Hauptfeld stehen außerdem Josy Daems, Marie Vogt, Valentina Steiner und Joelle Steur. Drei weitere deutsche Spielerinnen kommen über Wildcards ins Tableau: Emily Eigelsbach, Sonja Zhenikova und Julia Middendorf.
Eigelsbach bringt dabei ein außergewöhnliches Jahr mit nach Erwitte. Sie hat 2026 alle Junior Grand Slams gespielt. Den Sprung ins Hauptfeld über die Qualifikation schafften Tina Manescu, Lola Giza und Milena Steinkamp.
Westfalens Nachwuchs in der Qualifikation
In der Qualifikation war Westfalen zahlreich vertreten. Lara Cernea, Lokalmatadorin Carolin Knorr und Ilvana Nurkovic verloren ihre Qualispiele deutlich.
Chiara Heine unterlag in der ersten Qualifikationsrunde Keira Blackbeard aus Kanada. Die Entscheidung fiel im Match-Tiebreak, den Blackbeard mit 10:4 für sich entschied.
Am weitesten kam Maja Schweika. Sie erreichte das Qualifinale und musste sich dort Milena Steinkamp mit 4:6, 1:6 geschlagen geben.
Mehr als Tennis: das Rahmenprogramm
Den Charakter der Woche fasst der Ausrichter selbst zusammen: eine Mischung aus Spitzensport, Unterhaltung und Gemeinschaftsgefühl. Sichtbar wird das vor allem an zwei Terminen. Am Mittwoch steht After-Work-Padel auf dem Programm, am Freitag ab 19 Uhr die Open-Air-Party mit Live-Musik.
Für die familiäre Atmosphäre sorgen die Erwitter Doppel, die fester Bestandteil des Turniers geworden sind. Für die Verpflegung auf der Anlage ist ebenfalls gesorgt. Den sportlichen Rahmen schließen die Finaltage am Samstag und Sonntag, die Höhepunkte der Veranstaltung.
Die Erwitte Open vor Ort erleben
Karten gibt es an der Tageskasse. Ein Tagesticket kostet fünf Euro, die Wochenkarte liegt bei 20 Euro. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre kommen kostenlos auf die Anlage.