Valentina Steiner hat die 6. Erwitte Open gewonnen. Im Finale setzte sie sich gegen Kamen-Open-Finalistin Josy Daems mit 3:6, 6:1, 6:3 durch. Bemerkenswert war nicht nur das Endspiel: Alle vier Halbfinalplätze gingen an deutsche Spielerinnen.

Für Steiner ist es der dritte Titel in diesem Jahr. Zuvor hatte sie bereits die Turniere in Merzig und in Reichstett gewonnen.

Regen zum Auftakt, Sonne zum Finale

Die Turnierwoche begann mit Regen. Der Spielstart an den ersten drei Tagen des Hauptfeldes verzögerte sich entsprechend. Dass der Zeitplan trotzdem hielt, war die Leistung des Turnierteams. Das Team bearbeitete die Plätze ständig, sodass die Matches mit Verzögerung gespielt werden konnten. Nur wenige Partien mussten auf den Folgetag verschoben werden.

Rahmenprogramm sorgt für Stimmung auf der Anlage

Die Atmosphäre auf der Turnieranlage war über die Woche hinweg gut. Besonders bei den lokalen Doppeln war spürbar, dass die Spielerinnen aus der Region Zuschauer anzogen. Dazu kam ein umfangreiches Rahmenprogramm samt kulinarischem Angebot, das viele Gäste auf die Anlage brachte.

Nach einer regnerischen Woche fand das Finalwochenende dann unter Sonnenschein statt.

Steiner dreht das Finale

Beide Finalistinnen hatten sich mit souveränen Leistungen ins Endspiel gespielt. Ein Unterschied lag im Kräftehaushalt: Josy Daems musste auf dem Weg ins Finale zweimal über drei Sätze gehen, Valentina Steiner nur einmal.

In den ersten fünf Spielen des ersten Satzes fielen vier Breaks, keine der beiden konnte ihren Aufschlag stabilisieren. Ab dem 3:3 übernahm Daems die Kontrolle. Sie holte sich mit dem Break zum 5:3 die Vorentscheidung und servierte den Satz anschließend mit 6:3 aus.

Im zweiten Satz drehte Steiner das Match komplett. Zwei Breaks gegen nur ein gehaltenes Aufschlagspiel von Daems: Der Satz ging mit 6:1 an Steiner und die Partie war neu eröffnet.

Der Entscheidungssatz begann mit einem Traumstart. Steiner nahm Daems zweimal in Folge den Aufschlag ab und führte 4:0. Danach ging es hin und her, ehe Steiner das entscheidende Break zum Matchgewinn setzte. Sechs Breaks bei nur drei gehaltenen Aufschlagspielen zeigten, wie umkämpft der entscheidende Satz war. Am Ende stand ein 6:3 und damit ein verdienter Turniersieg für Steiner.

Vier deutsche Spielerinnen im Halbfinale

Der Weg ins Finale führte für beide über deutsche Gegnerinnen. Josy Daems setzte sich gegen Lola Giza mit 3:6, 6:4, 6:3 durch. Giza startete als Qualifikantin ins Turnier und erreichte in Erwitte ihr erstes Halbfinale bei einem ITF-Turnier. Damit setzte sie ihre erfolgreiche Sommersaison fort.

Im zweiten Halbfinale gewann Valentina Steiner gegen Joelle Steur mit 6:4, 1:6, 6:1. Steur, an Position fünf gesetzt, blickte ebenfalls auf eine sehr erfolgreiche Sommersaison zurück. Bei W35-Turnieren stand sie in diesem Jahr bereits dreimal im Finale, eines davon konnte sie gewinnen.

Auf dem Weg dorthin sorgte Steur für das Ergebnis, das die Titelverteidigung beendete: Im Viertelfinale schlug sie die an zwei gesetzte Vorjahressiegerin Tessa Brockmann mit 6:2, 4:6, 6:3.

Barry und Park gewinnen im Doppel

Die Doppelkonkurrenz entschieden Monique Barry und Sohyun Park für sich. Im Finale trafen sie auf Madelief Hageman und Klara Veldman aus den Niederlanden und gewannen 6:7, 6:3, 10:7 im Match-Tiebreak.

Der Weg ins Endspiel verlief für Barry und Park ohne große Schwierigkeiten. Ihre Finalgegnerinnen mussten dagegen zittern: Hageman und Veldman wurden im Halbfinale von Marie Vogt und Francesca Parcelli bis in den Match-Tiebreak gefordert.

Westfalen im Hauptfeld: Bennemann und Solakov

Aus Westfalen standen zwei Spielerinnen im Hauptfeld: Eva Bennemann an Position eins gesetzt und Leticia Solakov mit einer Wildcard.

Bennemann startete mit einem deutlichen Sieg. In der ersten Runde gewann sie 6:1, 6:3 gegen Elza Tomase. In der zweiten Runde war dann Schluss: Gegen Tahlia Kokkinis verlor sie mit 6:4, 6:2.

Leticia Solakov traf in der ersten Runde auf die an sieben gesetzte Tena Lukas und verlor ein umkämpftes Match mit 6:4, 6:4.

Für beide westfälischen Spielerinnen endete das Turnier damit früher als erhofft.

Dass in Erwitte überhaupt international gespielt wird, ist nicht selbstverständlich. Turniere dieser Kategorie auf westfälischem Boden geben Spielerinnen und Spielern die Möglichkeit, bei einem Heimturnier Punkte und Erfahrung zu sammeln.

Damit das auch im kommenden Jahr gelingt, stehen für den TV Erwitte in den nächsten Wochen Gespräche und Verhandlungen an. Der WTV würde sich sehr über die 7. Ausgabe der Erwitte Open freuen!

Artikel teilen

Ähnliche News

Tessa Brockmann im Finale der Erwitte Open 2025
Tessa Brockmann startet in Erwitte als Titelverteidigerin

6. Erwitte Open: Eva Bennemann startet als Topgesetzte

Heiner Eymer (links) und Harald Koglin wurden Deutsche Meister im Doppel bei den Herren 80
Heiner Eymer (links) und Harald Koglin wurden Deutsche Meister im Doppel bei den Herren 80

Drei Deutsche Meister im Einzel und zahlreiche Medaillen für den WTV

6. Offene Westfälische Padel-Meisterschaften powered by Padel-Point

Aktuellste News

Tessa Brockmann im Finale der Erwitte Open 2025
Tessa Brockmann startet in Erwitte als Titelverteidigerin

6. Erwitte Open: Eva Bennemann startet als Topgesetzte

Alexander Zverev celebrates during the Davis Cup Finals 2025 Quarterfinals match between Francisco Cerundolo Argentina and Alexander Zverev Germany at Bologna Fiere, Bologna, Italy - November 20, 2025. - Tennis. PUBLICATIONxNOTxINxITAxFRAxCHN Copyright: xMassimoxPaolone/LaPressex
Zverev für Deutschland.

Zverev führt deutsches Davis Cup-Team gegen Kroatien an

WTV-Team beim DTB Talent Cup 2026 im TVN Tennis-Zentrum Essen
Das Team der WTV-Talentschmiede beim DTB Talent Cup 2026 in Essen

WTV-Talente kämpfen bis zum letzten Doppel um die Medaillenränge