Mit der erstmaligen Austragung der Regionalliga West im Winter betrat der Tennissport in NRW Neuland – und aus Sicht des WTV darf die Premierensaison als Erfolg gewertet werden. Sowohl sportlich – mit dem 1. TC Hiltrup als Titelträger bei den Herren - als auch strukturell setzte die neue Spielrunde wichtige Impulse und bot zahlreichen Spielerinnen und Spielern eine attraktive Plattform auf hohem Niveau.

Herren: 1. TC Hiltrup krönt starke Westfalen-Bilanz

Bei den Herren setzte der 1. TC Hiltrup ein echtes Ausrufezeichen: Das Team aus Münsters Süden sicherte sich in der ersten Winter-Ausgabe der Regionalliga West souverän den Titel – und sorgte damit für einen westfälischen Triumph in der Premieren-Spielzeit.

Das Team aus Münsters Süden setzte dabei auf eine eingeschworene Gemeinschaft und brachte das Kunststück fertig, an allen sechs Spieltagen mit ein und derselben Aufstellung aufzutrumpfen. Das Quartett um Niklas Niggemann, Marwin Kralemann, Fynn Künkler und Julius Hillmann war in dieser Konstellation schlicht nicht zu schlagen. Mit fünf Siegen und einem Remis beendete Hiltrup die Saison ungeschlagen – ein Beleg für Konstanz, Teamgeist und sportliche Klasse.

Insgesamt waren vier der sieben Mannschaften im Herrenfeld dem WTV zugehörig. Neben dem 1. TC Hiltrup gingen auch der TC Iserlohn, der TC Parkhaus Wanne-Eickel sowie der Gütersloher TC RW an den Start. Damit stellte Westfalen mehr als die Hälfte des Teilnehmerfeldes – ein starkes Signal für die Leistungsdichte in der Region. Während Hiltrup am Saisonende ganz oben stand, mussten die Gütersloher den Gang zurück in die Westfalenliga antreten.

Mit der TG Stadtlohn/Ahaus, die künftig wieder unter dem Namen ihres Stammvereins TC GW Ahaus antritt, erhält die Regionalliga West in der kommenden Saison gleich doppelt westfälischen Qualitätszuwachs. Sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft sicherten sich als souveräne Meister der Westfalenliga den Aufstieg. Angesichts der dominanten Saisonverläufe ist davon auszugehen, dass beide Teams auch eine Liga höher konkurrenzfähig sein werden.

Damen: Deuten im Titelrennen – Bredeney setzt Ausrufezeichen

Auch bei den Damen mischte mit dem TC Deuten aus Dorsten ein WTV-Team im Titelrennen mit. Die junge Mannschaft präsentierte sich über die gesamte Saison hinweg in bestechender Form und hielt die Meisterschaftsfrage bis zum letzten Spieltag offen. Dort kam es zum Showdown beim Tabellenführer TC Bredeney in Essen. Die Gastgeberinnen unterstrichen ihre Ambitionen eindrucksvoll und boten mit Anna-Lena Friedsam und Katharina Hobgarski gleich zwei Spielerinnen aus den Top 300 der Weltrangliste auf. Diese Qualität machte letztlich den Unterschied: Bredeney entschied die Partie 6:0 für sich und sicherte sich damit den Titel in der Premierensaison.

Neben dem sportlichen Highlight an der Spitze musste Westfalen allerdings auch zwei Absteigerinnen hinnehmen: Sowohl der TC Union Münster als auch der TC Grün-Weiß Herne treten in der kommenden Winterrunde wieder in der Westfalenliga an.

Positives Gesamtfazit aus WTV-Sicht

Unterm Strich fällt das Fazit zur neu eingeführten Winter-Regionalliga aus Sicht des WTV überwiegend positiv aus. Die Vereine nutzten die zusätzliche Plattform, um ihren Spielerinnen und Spielern wertvolle Matchpraxis auf anspruchsvollem Niveau zu ermöglichen. Besonders erfreulich: Die Teams verzichteten weitestgehend auf den Einsatz ausländischer Spielerinnen und Spieler, sodass sich zahlreiche heimische Talente weiterentwickeln konnten.

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